Khaled Dawwa
Über seine Arbeit
Ein häufiges Thema in seiner Arbeit ist die beleibte Figur, die an ihren Stuhl gefesselt ist, mit einer vollständig perforierten oder porösen Außenseite. Dies erzeugt einen widersprüchlichen Effekt: Der Mann in seinem Stuhl ist ein unbeweglicher Monolith, aber seine Außenseite ist durchlöchert, nicht solide. Solche Männer bläst Dawwa manchmal zu monumentalen Proportionen auf. Man kann darin einen Kommentar zur Funktionsweise von Macht sehen: Der Machthaber strahlt aus, dass er ein Fels ist, ein Naturphänomen, das nicht zu bewegen ist, aber wenn man näher kommt, sieht man den Verschleiß der beschädigten Außenseite.
Seine Gruppen von fettleibigen Figuren, die gemeinsam demonstrieren (And We Chanted for Freedom, 2011-14), oder zusammen erschöpft oder sterbend zwischen Ölfässern liegen, sind noch politisch aufgeladener. Die Körper sind nicht idealisiert. Die Menschen sind kollektiv todmüde oder versuchen, sich zu widersetzen, aber die anderen alten, dicken Männer in ihrem Lehnstuhl, die die Macht haben, bewegen sich nicht.

