Von
7. November 2025
Niko de Wit
Bis
2. Mai 2026
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Von
7. November 2025
Bis
2. Mai 2026


7. November 2025 - 2. Mai 2026
Niko de Wit
Monumentale Medaillenkunst
Vom 8. November 2025 bis zum 3. Mai 2026 wird das Werk von Niko de Wit (1948) in der Quist-Vitrine des Museums Beelden aan Zee ausgestellt. Der Tilburger Bildhauer ist vor allem bekannt für seine großen monumentalen Skulpturen im öffentlichen Raum. Ein Beispiel ist die Skulptur Port du Nord in Rhoon, über acht Meter hoch, platziert auf einem zehn Meter hohen Hügel. Diese Skulpturen im großen Maßstab erlauben oft wechselnde Perspektiven, wodurch ein Betrachter sich der Umgebung erneut bewusst wird.
Prinzipiell gibt es für De Wit keinen Unterschied zwischen einer großen Skulptur und dem kleinen Format der Medaille. Auffällig an den Medaillen von De Wit ist, dass die Seiten eine wesentliche Rolle im Design spielen. Die Medaille neigt sich oder kann auf verschiedene Weisen aufgestellt werden. Beim Drehen und Wenden der Medaille fallen immer wieder neue Ansichten auf. Die Medaille erscheint immer anders, wenn man sie aus einer anderen Richtung betrachtet. Beim Drehen in der Hand sieht man immer wieder etwas Neues.
Manchmal hat die Medaille eine geschlossene Form, bei einer anderen ist gerade eine quadratische Öffnung zu sehen, als ein Blick in eine andere Welt. Manchmal ähnelt die Medaille einem kippenden Bunker oder einem Verteidigungswerk. Manchmal ist eine Medaille federleicht, manchmal so schwer wie ein Monolith. So klein die Medaillen auch sind, sie strahlen Monumentalität aus.
De Wits Medaillen haben oft Berührungspunkte mit Architektur. Es ist daher nicht verwunderlich, dass einige Titel auf seine Lieblingsarchitekten verweisen: Carlo Scarpa, Adolf Loos und Marcel Breuer. Auch hat er eine Faszination für Geometrie, aber ein Dogmatiker ist er sicherlich nicht. Im Gegenteil, De Wits künstlerische Geste ist immer wieder eigenwillig und persönlich. Der Künstler ist bestrebt, in seinen Medaillen gegensätzliche Facetten mit unerwarteten Ansichten zu kombinieren, wobei er immer eine komplexe Idee in einer scheinbar einfachen Form virtuos zusammenfasst.
Foto: Niko de Wit, Wisselend perspectief I, 2006-2010, Bronze 2,6 x 7,6 x 7,6 cm