Von
15. Januar 2026
Theresia van der Pant
Bis
2. Mai 2026
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15. Januar 2026
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2. Mai 2026


15. Januar 2026 - 2. Mai 2026
Theresia van der Pant
Theresia van der Pant (1924-2013) gehört zu den wichtigsten niederländischen Nachkriegsbildhauern des 20. Jahrhunderts. Sie schuf vor allem abstrahierte Tierskulpturen in figurativer Form, schön dargestellt in Bronze oder Stein. Tiere waren ihr Lieblingsthema; sie studierte sie ausführlich in Artis, um ihre Essenz festhalten zu können. Sie stellte sie nicht als Individuen dar, sondern schuf Skulpturen, in denen die charakteristischen Formen und Haltungen die Komposition bestimmen. „Tiere heucheln und posieren nicht, und das gab ihnen eine gewisse Freiheit“, so Van der Pant. Giraffen, Robben, Fische, Bisons und vor allem Vögel gehören zu ihrem Werk. Viele dieser Skulpturen sind noch immer im öffentlichen Raum aufgestellt.
Porträts von Menschen bildeten die Ausnahmen in ihrem Werk. Sie modellierte beispielsweise die Köpfe von Komponisten wie Monteverdi und Strawinsky, Figuren, zu denen sie eine starke Affinität verspürte. Ihre bekannteste Skulptur ist das Reiterstandbild von Königin Wilhelmina auf dem Rokin in Amsterdam, in dem sie Mensch und Tier wunderbar zu kombinieren wusste.
Ausbildung und Entwicklung
Theresia van der Pant absolvierte eine zweijährige Vorbildung an der Rijksnormaalschool voor Teekenleraren, die ihr Mitte der 40er Jahre schnell Zugang zur Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam verschaffte. 1950 arbeitete sie einige Zeit im Atelier des belgischen Bildhauers Oscar Jespers in Brüssel. Er lehrte sie unter anderem, ihr visuelles Gedächtnis zu entwickeln, eine Fähigkeit, von der sie später sehr profitierte. Modellieren und Zeichnen machte sie fortan nach ausführlichen Beobachtungen nur noch aus ihrer Erinnerung.
Ihr Durchbruch folgte 1953, als sie den zweiten Preis beim prestigeträchtigen Prix de Rome für Bildhauerei gewann. Sie bezog ein kleines Atelier auf der Insel Wittenburg in Amsterdam und wurde Mitglied der Künstlervereinigung Arti et Amicitiae. Schon bald erhielt sie Aufträge von verschiedenen Gemeinden für Tierskulpturen im öffentlichen Raum.
Lehrtätigkeit und Werkpreise
Ab 1965 lehrte Van der Pant Steinhauen an der Rijksakademie, wo sie 1979 zur Professorin der Abteilung Bildhauerei ernannt wurde. 1982 verabschiedete sie sich von der Akademie. Im selben Jahr heiratete sie den Künstler Nol Kneulman und tauschte ihr Atelier auf Wittenburg gegen eine Wohnung an der Plantage Muidergracht, wo sie über eine geräumigere Werkstatt und ein separates Zeichenatelier verfügte.
1987 erhielt Van der Pant den Judith Leysterpreis, einen Werkpreis für Künstlerinnen. Zwei Jahre später wurde sie mit einer Retrospektive im Frans Hals Museum in Haarlem geehrt. Anlässlich ihres 65. Geburtstags wurde diese anschließend in ihrer Geburtsstadt Schiedam gezeigt.
Mit 82 Jahren musste Theresia van der Pant aufgrund ihrer Gesundheit ihre Bildhauerpraxis notgedrungen beenden. Sie blieb bis ins hohe Alter als Zeichnerin aktiv, oft arbeitend in Pastell und Tinte.
Ausstellung und Publikation
Das Museum Beelden aan Zee zeigt vom 16. Januar bis zum 3. Mai 2026 eine besondere Auswahl ihrer Arbeiten im Kabinett und im Zeezaal. Die Ausstellung wurde von Joost Bergman und Camée van Blommestein kuratiert.
Gleichzeitig erscheint Theresia van der Pant als Band 13 in der Reihe Monografien des Museums Beelden aan Zee (Redaktion Dick van Broekhuizen, mit Unterstützung von Claartje de Loor). Diese Publikation enthält neben Artikeln über ihr Leben, Skulpturen und Zeichnungen auch einen Werkekatalog.
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Theresia van der Pant (1924-2013) ist eine Grande Dame der niederländischen Bildhauerkunst. Sie ist bekannt für das Reiterstandbild von Wilhelmina in Amsterdam (Rokin) und für zahlreiche Tierfiguren, die im öffentlichen Raum aufgestellt sind. Van der Pant war Dozentin an der Rijksakademie für Steinbildhauerei und eine der meistverkauften Bildhauerinnen ihrer Zeit. Diese Monografie bietet den aktuellsten Überblick über ihr Leben und Werk.
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