Von
26. Juni 2026
Femmy Otten
Bis
31. Oktober 2026
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Von
26. Juni 2026
Bis
31. Oktober 2026


26. Juni 2026 - 31. Oktober 2026
Femmy Otten
Birthland
Vom 27. Juni bis zum 1. November präsentiert das Museum Beelden aan Zee die Einzelausstellung Birthland von Femmy Otten. Sie ist Trägerin des Per Abramsen Sculpture Prize 2026, der von der Abramsen-Koedam-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Museum verliehen wird. Die Jury würdigt ihr äußerst ausdrucksstarkes, dreidimensionales Schaffen und ihre unverwechselbare Bildsprache. Die Ausstellung vereint eine persönliche Auswahl von Skulpturen und Zeichnungen, in denen Otten Themen wie Spiritualität, Mutterschaft und Sexualität eindrucksvoll erforscht. Neben der Ausstellung umfasst der Preis ein Preisgeld in Höhe von 10.000 € sowie eine rotierende Skulptur von Per Abramsen.
Der Per-Abramsen-Skulpturenpreis wird alle zwei Jahre an einen zeitgenössischen niederländischen Bildhauer verliehen, dessen Werk experimentell, innovativ und unverkennbar dreidimensional ist. In diesem Jahr geht der Preis an die Künstlerin Femmy Otten (Amsterdam, 1981), die in ihren Zeichnungen, Gemälden, Skulpturen, Wandbildern und Performances sowohl die kraftvollen als auch die verletzlichen Momente des Lebens zum Ausdruck bringt.
Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt: „Wie das Werk von Per Abramsen ist auch Femmy Ottens Schaffen stark dreidimensional und ausdrucksstark; ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine unverwechselbare Bildsprache aus. Im Kontext des Museums Beelden aan Zee ist ihr Werk besonders eindrucksvoll, da das Museum auf einer Sammlung basiert, deren Schwerpunkt auf der menschlichen Figur liegt – einer Gattung der Bildhauerei, der Femmy Otten einen höchst persönlichen und innovativen Zugang verleiht.“
Otten besuchte das Museum Beelden aan Zee als Schülerin, und dieser Besuch gab den Anstoß zu ihrer späteren künstlerischen Praxis, die sowohl kritisch als auch fantasievoll ist. „Ich verfolge eine feministische Agenda, die nicht didaktisch ist, sondern sich auf affektive Weise manifestiert. Meine Praxis steht für eine Generation von Künstler*innen, die danach streben, die Beziehung zwischen dem Körper, den Sinnen und der Welt um uns herum neu zu knüpfen.“ In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Themen wie Sexualität, Liebe, Mutterschaft und Kindern auseinander – menschlichen Themen, die sowohl zutiefst persönlich als auch universell sind und anhand derer sie bewusst Grenzen verschiebt.
Die Ausstellung wurde von der Künstlerin selbst kuratiert und präsentiert neben einem kleinen neuen Werk eine Auswahl an Skulpturen und Zeichnungen, die unsere Zeit reflektieren. Mit ihren persönlichen und unverblümten Darstellungen von Schwangerschaft und Geburt reagiert Femmy Otten auf das männlich geprägte Weltbild, wie es durch die Kunstgeschichte geprägt und überliefert wurde. Darstellungen dieser weiblichen Themen sind insbesondere in der Bildhauerei auffallend selten. Sie gibt ihnen ihren verdienten Platz im Kanon zurück.
Otten gab der Ausstellung den Titel Birthland: „Meine Arbeit zeigt, dass Schwangerschaft, Geburt und Kinderbetreuung Themen sind, die auch in die Öffentlichkeit gehören. Mein Ziel ist es nicht, zu urteilen oder die Welt kleiner zu machen, sondern sie vielmehr zu öffnen und zu erweitern. Ich möchte Raum für die Bilder schaffen, die uns fehlen, und dadurch die Welt – und unsere Sicht auf sie – weiter und umfassender machen. Meine Arbeit zeigt uns, was es bedeutet, Mensch zu
sein in einer Welt, in der wir uns scheinbar immer weiter von unserer Menschlichkeit entfernen.“
Otten fertigt ihre jüngsten Skulpturen bewusst aus Holz und Marmor unter Verwendung traditioneller, handwerklicher Techniken. Die endgültige Form und die konzeptuelle Dimension dieser Werke entstehen intuitiv während des Schaffensprozesses. Sie sagt: „Ich lasse die Skulpturen mit großer Sorgfalt und Aufmerksamkeit Form annehmen. Im Gegensatz zu einer Welt, die von Geschwindigkeit und KI-generierten Bildern dominiert wird, sind meine Skulpturen das Ergebnis einer körperlichen Beziehung zur Realität.“
Per Abramsen
The Per Abramsen Sculpture Prize is a national award for three-dimensional work with a strong visual character. In 2024, Karin Arink received the prize. In addition to an exhibition at Museum Beelden aan Zee, the winner receives a sum of €10,000 to support the creation of new work and/or the promotion of an established body of work. Finally, the artist receives the rotating sculpture Chateau en Espagne (1991) by Per Abramsen (1941–2018), after whom the prize is named. The Rotterdam-based artist left behind an extensive body of work comprising both abstract and figurative pieces, characterised by technical versatility and creative freedom. Museum Beelden aan Zee recently received a donation of three of his sculptures from the Abramsen-Koedam Foundation. Through this prize, Per Abramsen’s legacy lives on, and sculpture continues to receive sustained attention and new impetus.

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