Von
26. Juni 2026
Rui Chafes X Alberto Giacometti
Bis
9. Januar 2027
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26. Juni 2026
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9. Januar 2027


26. Juni 2026 - 9. Januar 2027
Rui Chafes X Alberto Giacometti
Gris Vide Cris III
Die internationale Ausstellung Rui Chafes X Alberto Giacometti. Gris, Vide, Cris III vereint die Werke des portugiesischen Künstlers Rui Chafes mit denen des Schweizer Modernisten Alberto Giacometti. Mit seinen beeindruckenden Installationen eröffnet Chafes eine neue, ruhige und sinnliche Erfahrung von Giacomettis weltberühmten Skulpturen. Gris, Vide, Cris III, die dritte Ausstellung einer internationalen Reihe, wird vom Museum Beelden aan Zee in Zusammenarbeit mit der Fondation Giacometti in Paris und der Calouste-Gulbenkian-Stiftung in Lissabon präsentiert.
Kuratorinnen: Helena de Freitas und Brigitte Bloksma
Der portugiesische zeitgenössische Künstler Rui Chafes (Lissabon, 1966) wurde im selben Jahr geboren, in dem der Schweizer Modernist Alberto Giacometti (Borgonovo, 1901 – Chur, 1966) starb. Obwohl beide Künstler durch Zeit, Ort und Formensprache voneinander getrennt sind, verbindet sie ein gemeinsames künstlerisches Streben: Transzendenz und das Sichtbarmachen des Unsichtbaren. Auf ihre jeweils eigene Weise erforschen die beiden Künstler, wie Skulptur sowohl von Präsenz als auch von Abwesenheit zeugt – eine Spannung zwischen Körper, Raum und Geist. Während Giacometti dies durch einen Prozess der Reduktion erreicht, lotet Chafes die Grenzen des Eisens aus.
Eine einzigartige Begegnung
Die Ausstellung Rui Chafes X Alberto Giacometti. Gris, Vide, Cris III, die in Zusammenarbeit mit der Fondation Giacometti und der Calouste-Gulbenkian-Stiftung präsentiert wird, zeigt Skulpturen beider Künstler erstmals gemeinsam in den Niederlanden. „Nach der erfolgreichen Ausstellung Ryan Gander X Edgar Degas hat das Museum Beelden aan Zee erneut die Gelegenheit, zwei Großmeister in einer einzigartigen Begegnung zusammenzubringen“, sagt Brigitte Bloksma, Direktorin und Mitkuratorin der Ausstellung. „Die Architektur unseres Museums mit ihrem natürlichen Lichtspiel bildet den idealen Raum für diese Begegnung. Es ist eine Ausstellung, die man nicht nur sehen, sondern auch erleben muss.“
Grau, Leere, Schrei
Das Konzept Gris, Vide, Cris – Grau, Leere, Schrei – ist dem gleichnamigen Gedicht Giacomettis entlehnt und fasst den thematischen Kern der besonderen Begegnung zwischen den beiden Künstlern zusammen. In Chafes’ Lesart steht das Grau für den Moment zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden, die Leere für den Raum, in dem die Erfahrung Form annimmt, und der Schrei für die Intensität menschlicher Erfahrung. Die Ausstellung entfaltet sich in diesem Grenzbereich, in dem Giacomettis fragile menschliche Figuren in Chafes’ stiller, kontemplativer Welt Widerhall finden.
La Nuit
Die Skulptur La Nuit ist einer der Höhepunkte der Ausstellung. Rui Chafes entwarf diese Eisenstruktur um Le Nez (1947–1950), Giacomettis erste Studie aus Gips, die 2018 im Auftrag der Fondation Giacometti entstand. In jenem Jahr wurde die erste Ausstellung Gris, Vide, Cris in der französischen Niederlassung der Calouste-Gulbenkian-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Fondation Giacometti veranstaltet. Fünf Jahre später führte diese Partnerschaft zu einer weiteren Ausstellung im Hauptgebäude der Calouste-Gulbenkian-Stiftung in Lissabon.
Neue Werke
Für Gris, Vide, Cris III im Museum Beelden aan Zee wählten Brigitte Bloksma und Helena de Freitas zehn Skulpturen Giacomettis aus, die die Grundlage für Chafes’ Serie von Skulpturen bildeten, von denen einige eigens für diesen Anlass geschaffen wurden. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen nicht nur der Körper als Skulptur, sondern auch seine Beziehung zum Raum und zum Betrachter.
Ein kraftvolles Spannungsfeld
Im Wechselspiel zwischen Giacometti und Chafes manifestiert sich die Figur eines Mannes, die ebenso verletzlich wie zeitlos ist. Während Giacomettis langgestreckte Figuren zwischen Materialität und Stille schweben, loten Chafes’ Eisenskulpturen die Grenzen zwischen Körperlichkeit und Leere aus. Er lädt die Besucher ein, seine Werke zu betreten. Au-delà des yeux und Lumière sind dunkle Installationen mit architektonischen Durchgängen, in denen verschiedene Skulpturen Giacomettis auf völlig neue Weise erlebt werden können.
Mit diesen Werken zeigt der portugiesische Künstler die menschliche Figur als vorübergehende Manifestation in einem unendlichen Raum. So entsteht ein kraftvolles Spannungsfeld zwischen Verletzlichkeit und Monumentalität sowie zwischen Form und dem Unsichtbaren.
Thumbnail: Alberto Giacometti, Standing Woman, 1956 © Succession Alberto Giacometti / ADAGP, Paris, 2026.
Header: Rui Chafes, La Nuit, 2018 with Alberto Giacometti, Le Nez, 1947-1950. Collection Fondation Giacometti © Succession Alberto Giacometti / ADAGP, Paris, 2026.

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