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Henry Moore weltberühmte Skulpturen

Henry Moore weltberühmte Skulpturen

Das Museum Beelden aan Zee in Den Haag präsentiert 2023 eine umfassende Übersicht des weltberühmten englischen Künstlers Henry Moore. Die thematische Ausstellung zeigt Meisterwerke aus seinem Œuvre und bietet den Besuchern einen einzigartigen Einblick in die Arbeitsweise und künstlerische Entwicklung von Moore. Henry Moore aan Zee: Form und Material ist eine Zusammenarbeit mit der Henry Moore Foundation und ist vom 7. April bis zum 22. Oktober 2023 zu sehen.

Henry Moore: Form und Material

Aus seinem umfangreichen Œuvre hat das Museum Beelden aan Zee zusammen mit der Henry Moore Foundation eine wohlüberlegte Auswahl getroffen. Anhand von etwa 100 Skulpturen wird die künstlerische Vision und der Schaffensprozess eines der wichtigsten Erneuerer der modernen Bildhauerei sichtbar. Die Ausstellung in Beelden aan Zee konzentriert sich auf den Einfluss der Natur auf sein Werk und die Entwicklung, die er als handwerklicher Bildhauer durchlief. Vom Propagieren des direkten Schnitzens – also Bildhauerei ohne vorbereitende Skizzen und Studien – bis hin zum Experimentieren mit dem Gießen von Blei und Bronze.

Welchen Einfluss hatte Moores Materialwahl auf die Werke, die er schuf – auf die Form, den Maßstab und das Thema? Wie entwickelte sich das im Laufe seiner Karriere? Und wie trug es zur Entwicklung einiger seiner bahnbrechendsten Ideen bei? Die Ausstellung untersucht diese Fragen und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Materialverwendung einiger seiner ikonischsten Werke.

Henry Moore
Henry Moore (1898-1986) ist zweifellos einer der wichtigsten englischen Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine Skulpturen balancieren auf der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion und sind nach wie vor eine Inspirationsquelle für Künstler. Sein Werk hat eine erkennbare und charakteristische Formensprache. Wichtige Themen in seinem Œuvre sind „Mutter und Kind“ und „liegende menschliche Figuren“, die Moore ausführlich untersuchte.

Seit den 1920er Jahren nahm Moore an zahlreichen internationalen Ausstellungen teil, verkaufte regelmäßig Werke und erlangte so den Ruf eines bedeutenden modernistischen Bildhauers.

Der Zweite Weltkrieg brachte diese positiven Entwicklungen jedoch vorübergehend zum Stillstand. Henry Moore verließ seine Lehrstelle, um eine Position als Kriegskünstler anzunehmen. In dieser Eigenschaft fertigte er eindrucksvolle Zeichnungen, sogenannte „Shelter Drawings“, von Londonern an, die in großer Zahl in U-Bahn-Stationen Schutz vor den Bombenangriffen suchten.

In den 1950er Jahren schuf er größere Figurengruppen. Auch die Preise für seine Werke stiegen erheblich und sein Ruhm als internationaler Künstler nahm weiter zu. In späteren Jahren war er Kurator sowohl der Tate Gallery als auch der National Gallery und erhielt zahlreiche Preise und Ehrendoktorwürden.

Moores Werke sind weltweit in Museen zu finden und im öffentlichen Raum aufgestellt. Auch in den Niederlanden ist er in bedeutenden Sammlungen vertreten, darunter im Stedelijk Museum Amsterdam, Kunstmuseum Den Haag, Museum Arnhem und Museum Kröller-Müller.


Henry Moore Foundation
Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Henry Moore Foundation, die 1977 gegründet wurde, um sein Erbe zu verwalten. Die Stiftung konserviert nicht nur seine Skulpturen und Zeichnungen, sondern verwaltet auch sein Haus, seine Ateliers, das umfangreiche Archiv und die umliegenden Ländereien. Sie macht sein Werk weiterhin weltweit durch Ausstellungen und Publikationen bekannt.

Katalog
Zur Ausstellung erscheint auch ein reich illustrierter Katalog mit unter anderem einem Artikel von Dr. Hannah Higham, Kuratorin der Henry Moore Foundation, die detailliert auf die Arbeitsweise des Künstlers eingeht.

Museum Beelden aan Zee
Das Museum Beelden aan Zee in Scheveningen präsentiert mit Henry Moore erneut einen Pionier der modernen europäischen Bildhauerei, der zu einem weltberühmten Künstler wurde. Die Ausstellung reiht sich ein in eine Reihe von Großmeistern wie Niki de Saint-Phalle (2019), Zadkine (2018) und Picasso (2016).