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Von
5. März 2024

Jean Arp

Bis
14. Dezember 2024

Jean Arp
Jean Arp

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5. März 2024 - 14. Dezember 2024

Jean Arp

Ein versteinerter Wald

Jean Arp (1886-1966) war überzeugt, dass Kunst und Natur untrennbar miteinander verbunden sind. Arp wich von der gängigen Idee ab, natürliche Elemente zu imitieren, und strebte stattdessen danach, Skulpturen zu schaffen, die nahtlos in die natürliche Welt passten. Infolgedessen entwickelte Arp ein einzigartiges visuelles Vokabular aus aufkeimenden, organischen Formen, die fließend zwischen Abstraktion und Repräsentation wechselten und ihm Bekanntheit als "Einmannlabor für die Entdeckung neuer Formen" einbrachten.

 

Zentral in Arps künstlerischer Praxis stand Gips, ein vielseitiges Material, mit dem er seine fließenden und organischen Formen in einen dreidimensionalen Raum übersetzen konnte. Diese Gipsformen dienten als Arbeitsmodelle in seinem Studio, wo er innovativ mit dem Material in einem taktilen, zyklischen Prozess der Formerkundung arbeitete. Arp – oder einer seiner Assistenten oder die Handwerker, mit denen er zusammenarbeitete – schuf mindestens zwei Gipsabdrücke jeder Form, damit sie zerlegt, wiederverwendet und in neue Kreationen integriert werden konnten. Das Atelier von Arp erhielt dadurch das Aussehen eines “versteinerten, verzauberten Waldes”. 

 

Aufgrund ihrer natürlichen Affinität zog es Arp manchmal vor, seine Skulpturen im Freien auszustellen. Nach ihrer Schaffung wurden die Bronzeskulpturen oft im Freien gelassen, um zu verwittern und zu reifen, sodass die Natur ihren Stempel aufdrücken konnte. In seinem Atelier in Meudon standen die Gipsformen hinten im Atelierbereich im Garten, während die Bronzeskulpturen im Garten selbst ausgestellt wurden, sodass eine nahtlose Verbindung zwischen innen und außen, Kunst und Natur entstand.

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