Von
6. April 2023
Henry Moore
Bis
21. Oktober 2023
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6. April 2023
Bis
21. Oktober 2023


6. April 2023 - 21. Oktober 2023
Henry Moore
Form und Material
Wie fand der Bildhauer Henry Moore (1898-1986), dessen Werke in Museen, Parks und auf Plätzen in Städten weltweit zu bewundern sind, eigentlich zu seiner einzigartigen Formensprache? Der für alle erkennbare Stil, in dem er die abstrakte Bildhauerkunst und den Surrealismus so wunderbar zu kombinieren wusste?
Bekannt sind seine ‘Reclining Figures’. Bilder von liegenden Frauenfiguren, oft als fließende Form mit Löchern dargestellt, ausgeführt in Bronze, Holz oder Stein. Mit diesem Thema wurde er weltberühmt und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Bildhauer des letzten Jahrhunderts. Weniger bekannt ist, dass Moore viele seiner Ideen bei Spaziergängen sammelte, bei denen er natürliche Objekte sammelte. So konnte eine einfache Muschel, ein Knochen oder ein besonders geformter Stein der Ausgangspunkt für eine monumentale, in Bronze ausgeführte, modernistische Skulptur sein.
Das Museum Beelden aan Zee hat in Zusammenarbeit mit der Henry Moore Foundation eine wohlüberlegte Auswahl aus seinem umfangreichen Werk getroffen. Anhand dieser, etwa 70 Skulpturen und Objekte, wird die künstlerische Vision und der Schaffensprozess eines der wichtigsten Erneuerer der modernen Bildhauerkunst sichtbar. Die Ausstellung konzentriert sich auf den Einfluss der Natur auf sein Werk und die Entwicklung, die er als handwerklicher Bildhauer durchlief. Von ‘direct carving’ - dem Bildhauen ohne vorbereitende Skizzen - bis hin zu in Glasfaser ausgeführten Skulpturen und dem Experimentieren mit dem Gießen von Blei. Die ausgewählten Werke zeigen, welchen Einfluss die Materialwahl auf die Form, die Maßgebung und das Thema seiner Bilder hatte. Im Laufe seiner Karriere trug dies zur Entwicklung einiger seiner bahnbrechendsten Ideen bei.
Henry Moore
Henry Moore ist zweifellos einer der wichtigsten englischen Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine faszinierenden Bilder balancieren auf der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion und sind nach wie vor eine Inspirationsquelle für zahlreiche Künstler. Wichtige Themen in seinem Werk sind ‘Mutter und Kind’ und ‘liegende Menschenfiguren’, die beide von Moore ausführlich untersucht wurden.
Moore nahm ab den zwanziger Jahren an zahlreichen Ausstellungen teil, verkaufte regelmäßig Werke, erhielt Aufträge und erlangte so Bekanntheit als bedeutender Avantgarde-Bildhauer.
Der Zweite Weltkrieg brachte diese positiven Entwicklungen jedoch vorübergehend zum Stillstand. Henry Moore wurde gezwungen, eine Funktion als Kriegskünstler zu übernehmen. In dieser Eigenschaft fertigte er eindringliche Zeichnungen, sogenannte ‘Shelter Drawings’, von Londonern an, die in U-Bahn-Stationen Schutz vor den Bombenangriffen suchten.
In den fünfziger Jahren schuf er größere Figurengruppen. Die Preise für seine Werke stiegen erheblich und sein Ruhm als internationaler Künstler nahm weiter zu. In späteren Jahren war er Kurator sowohl der Tate Gallery als auch der National Gallery und erhielt zahlreiche Preise und Ehrendoktorwürden.
Moores Werk ist weltweit in allen wichtigen Museen präsent und in öffentlichen Räumen aufgestellt. Auch in den Niederlanden ist er in bedeutenden musealen Sammlungen vertreten, darunter die des Stedelijk Museum Amsterdam, Kunstmuseum Den Haag, Museum Arnhem und Museum Kröller-Müller.
Henry Moore Foundation
Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Henry Moore Foundation, die 1977 gegründet wurde, um sein Erbe zu verwalten. Die Stiftung konserviert nicht nur seine Skulpturen und Zeichnungen, sondern verwaltet auch sein Haus, seine Ateliers, das umfangreiche Archiv und die umliegenden Ländereien.
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